Liebe Leute,

Hier halten wir euch/Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden. Dazu gehören praktische Tätigkeiten, wie Müllsammelaktionen, Baumpflanzaktionen oder Demos, aber auch unsere politischen Bemühungen. Wenn ihr/Sie selber dabei mitwirken wollt, die Umwelt zu beschützen, dann schaut gerne bei „Aktuelles“ vorbei, oder schickt uns eine Nachricht.

17.07.2019
Zwischenergebnis der Anträge an Buchholz

Wir haben es geschafft – Die Anträge für die Einwegsteuer, die Zigarettenstummel Strafe und die Nisthilfen wurden von allen Parteien unterschrieben. Jedoch trifft das nicht bei allen Anträgen zu. Im Folgenden sehen Sie noch einmal den jeweiligen Antrag und direkt darunter welche Partei dafür gestimmt hat. Für die Begründungen der Anträge bitte im letzten Blogeintrag nachlesen. Insgesamt ein Fortschritt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel!

1. – Abgabe auf Einwegprodukte –
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i. d. N. möge prüfen, ob eine Satzung für eine Abgabe auf ökologisch nicht abbaubare Einwegprodukte, die von der Gastronomie ausgegeben werden, rechtmäßig und praktikabel wäre.
UNTERSCHRIEBEN VON CDU & SPD & FDP & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

2. – Dachbegrünung Gewerbeflächen
Neue Gewerbegebiete und Gewerbeflächen mögen mindestens achtzig Prozent Dachbegrünung haben, abzüglich Photovoltaik.
UNTERSCHRIEBEN VON SPD & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

3. – Rüttgersfläche insektenfreundlich –
Die Verwaltung möge Gespräche mit dem Besitzer der „Rüttgersfläche“ führen um für ein bienenfreundliches Gewächs zu werben und ein Teil der Fläche, solange diese brach liegt, als zeitweiliges Biotop zu betrachten.
UNTERSCHRIEBEN VON SPD & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

4. – Entsorgung von nikotinhaltigem Abfall –
Die Entsorgung von nikotinhaltigem Abfall bspw. Zigaretten-/Zigarrenstummel auf öffentlichem Grund wird mit einem Bußgeld von 100 Euro je Stummel bestraft.
UNTERSCHIEBEN VON CDU & SPD & FDP & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

5. – Nisthilfen –
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i.d.N. prüft alle Möglichkeiten zur Förderung von Nisthilfen. Die Verwaltung erstellt Informationen über vorhandene und laufende Aktionen dazu.
Es erfolgt zusätzlich ein Appell an die Bürger, ihre Privat-Gärten insektenfreundlich zu gestalten.
UNTERSCHRIEBEN VON CDU & SPD & FDP & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

6. – Dachbegrünung –
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i.d.N. prüft alle Möglichkeiten zur Förderung von Dachbegrünung. Außerdem prüft sie inwieweit Anreize für Privathaushalte und Unternehmen zu schaffen sind, die eine Dachbegrünung finanziell entlasten.
UNTERSCHRIEBEN VON SPD & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

7. – Klimaschutz –
Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N.

  1. berücksichtigt ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidungen, und bevorzugt Lösungen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken
  2. stellt fest, dass der 2011 verabschiedete Zeitplan im integrierten Klimaschutzkonzept aktuell nicht eingehalten wird, und wird beraten, wie dies in Zukunft sichergestellt werden kann
  3. fordert den Bürgermeister auf , dem Stadtrat und der Öffentlichkeit einmal im Jahr über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten

UNTERSCHRIEBEN VON SPD & DIE GRÜNEN & BUCHHOLZER LISTE & DIE LINKE.

3.06.2019
Neue Anträge an die Stadt Buchholz

Am 3.6.2019 haben wir ein Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden aller Parteien organisiert, um mit ihnen über unsere neuen Anträge zu diskutieren. Nun hoffen wir darauf, dass das Rathaus die Anträge schnell bearbeitet und durchführt.

1. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i. d. N. möge eine Satzung, für eine Abgabe auf ökologisch nicht abbaubare Einwegprodukte, die von der Gastronomie ausgegeben werden, ausarbeiten.
Begründung:
Die Ausgabe von Einwegprodukten im großen Stil hat erhebliche Folgen für die Umwelt und die vorhandenen Ökosysteme. Nach einmaliger Nutzung dieser Einwegprodukte dauert es bis zu 500 Jahre bis diese zerfallen. Eine Abgabe auf solche Produkte würde dem entgegenwirken, da es für die Gastronomie attraktiver wäre, nachhaltige Produkte auszugeben.  Die Stadt Buchholz i. d. N. würde außerdem langfristig finanziell davon profitieren. Zum einen durch die zusätzlichen Einnahmen, als auch durch geringere Kosten für Müllbeseitigung.

2. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Neue Gewerbegebiete und Gewerbeflächen mögen mindestens achtzig Prozent Dachbegrünung haben, abzüglich Photovoltaik.
Begründung:
Bei immer mehr und größerer Flächenversiegelung, stärkerem Klimawandel und Vertreibung von naturnahen Flächen muss es ein Ziel der Stadt Buchholz sein, Ausgleichsflächen zu schaffen.
Eine Dachbegrünung ist ökologisch vorteilhaft, schnell und einfach anzulegen und schafft Grünflächen, die vor Menschen geschützt sind. Eine Dachbegrünung fördert die Regenwasserversickerung, sodass geringere Mengen Regenwasser zu einem finanziellen Vorteil führt.

3. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Verwaltung möge Gespräche mit dem Besitzer der „Rüttgersfläche“ führen um für ein bienenfreundliches Gewächs zu werben und ein Teil der Fläche, solange diese brach liegt, als zeitweiliges Biotop zu betrachten.
Begründung:
In und um Buchholz werden immer mehr Flächen versiegelt oder zumindest bienenunfreundlich umgewandelt. Gerade für die Umwelt und Natur sind aber Bienen im Speziellen, als auch andere Insekten und Kleinlebewesen wichtig. Die Fläche wird auf Jahre nicht bebaut werden und könnte in dieser Zeit mit kleinem Gewächs und Blumen so bestückt werden, dass ein zeitweiliges Biotop entsteht, dass jederzeit aber trotz Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in normale Baufläche zurückgewandelt werden könnte.
Neben dem ökologischem Mehrgewinn für die Stadt und ihren Einwohnern, würde der Eigentümer der Fläche einen Imagegewinn erzielen und das Aussehen der Fläche sich sehr zum Positiven Wandeln.

4. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Entsorgung von nikotinhaltigem Abfall bspw. Zigaretten-/Zigarrenstummel auf öffentlichem Grund wird mit einem Bußgeld von 100 Euro je Stummel bestraft.
Begründung:
Laut der Weltgesundheitsorganisation sind Zigarettenkippen das weltweit am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. Die Zigarettenstummel enthalten Giftstoffe wie z. B Nikotin, Teer, Kupfer, Arsen und Blei, welche langfristig unser Grundwasser verschmutzen. Sie brauchen bis zu 15 Jahre, um abgebaut zu werden. Auch Kinder können sich durch den Verzehr dieses Unrats vergiften.
Die Stadt Düsseldorf hat jüngst in ihrem Bußgeldkatalog eine Strafe von 100 Euro auf das unrechtgemäße entsorgen von Zigaretten und weiteren Abfall verhängt.

5. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i.d.N. prüft alle Möglichkeiten zur Förderung von Nisthilfen.
Begründung:
Durch die Bebauung  und Nachverdichtung gibt es immer weniger Nistmöglichkeiten für Insekten, Vögel und dergleichen. Um die Möglichkeiten wieder auszubauen, prüft die Verwaltung Möglichkeiten zur Förderung von Nisthilfen.

6. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Verwaltung der Stadt Buchholz i.d.N. prüft alle Möglichkeiten zur Förderung von Dachbegrünung. Außerdem prüft sie inwieweit Anreize für Privathaushalte und Unternehmen zu schaffen sind, die eine Dachbegrünung finanziell entlasten.
Begründung:
Bei immer mehr und größerer Flächenversiegelung, stärkerem Klimawandel und Vertreibung von naturnahen Flächen muss es ein Ziel der Stadt Buchholz sein, Ausgleichsflächen zu schaffen.
Eine Dachbegrünung ist ökologisch vorteilhaft, schnell und einfach anzulegen und schafft  Grünflächen, die vor Menschen geschützt sind. Die Stadt Bremen, die bei entsprechender Dachbegrünung eine Absenkung von Abwassergebühren anbietet, zeigt, dass man bei vernünftigen Anreizen viele Gewerbetreibende zu einer Dachbegrünung bringen kann. Dies ist aber nur ein Beispiel von vielen, deshalb möge die Verwaltung weitere Maßnahmen prüfen und dem Rat der Stadt Buchholz mitteilen. Da der Gebäudebau durch eine Dachbegrünung teurer werden würde, sind finanzielle Anreize seitens der Stadt zu schaffen.

7. Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N.
– stellt fest, dass der 2011 verabschiedete Zeitplan im integrierten Klimaschutzkonzept aktuell nicht eingehalten wird, und wird beraten, wie dies in Zukunft sichergestellt werden kann
– fordert den Bürgermeister auf , dem Stadtrat und der Öffentlichkeit einmal im Jahr über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen Bericht zu erstatten
Begründung:
Am Freitag, dem 15. März 2019, demonstrierten deutschlandweit 300.000 Menschen im Rahmen der Fridays for Future Bewegung gegen die Klima- und Umweltpolitik der Bundesregierung. In Buchholz gingen an zwei Demonstrationen über 1000 Leute auf die Straße. Sie forderten und werden auch in Zukunft fordern, dass Bundestag und Bundesregierung sofort effektive Maßnahmen zu beschließen und sie konsequent durch zusetzten, damit die drohende Klimakatastrophe abgewendet werden kann. Es ist höchste Zeit zu handeln. Der Mensch hat bereits einen Klimawandel mit irreversiblen Folgen verursacht, welcher weltweit zu spüren sind. Die globale Durchschnittstemperatur ist gegenüber dem vorindustriellen Zeitaltern schon heute um einen Grad Celsius gestiegen, weil die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280ppm auf über 410 angestiegen ist. Um eine unkontrollierbare Erwärmung mit nicht absehbaren Folgen zu verhindern, ist es unerlässlich, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich massiv zu reduzieren.
Der Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem: Er ist ein Wirtschafts-, Sicherheits-, Gesundheits- und Artenschutzproblem und eine Gefahr für den Frieden.
Wirtschaftler*innen warnen immer dringlicher: Das Zeitfenster, das uns noch bleibt, um unsere Lebensgrundlage auf Dauer zu sichern, schließt sich rasant. Das Tempo, das momentan beim Klimaschutz an den Tag gelegt wird, reicht bei weitem nicht aus, um unseren jüngsten Mitbürger*innen eine sichere Zukunftsperspektive zu bieten. Im Sinne der Generationengerechtigkeit ist es deshalb zwingend erforderlich, schnellstmöglich große Emissionsreduktionen zu erreichen, um bereits angehäufte Versäumnisse aufzuholen und kommenden Generationen ihre Handlungsspielräume zu bewahren.
Es liegt in der Verantwortung der Stadt, ihre gesamte Gestaltungsmacht auszunutzen, um der Notwendigkeit und Dringlichkeit der Klimakrise gerecht zu werden und diese endlich als das zu behandeln, was sie ist: eine existenzielle Krise.

24.05.2019
Saatbälle-Wurfaktion

Hier haben in einer Nacht und Nebel Aktion ein paar motivierte Aktivisten einen Teil der Rütgersfläche umgegraben, um Platz für eine Blumenwiese zu schaffen, die wir nach der Demo besät haben.

Die Rütgersfläche liegt seit ca. einem halben Jahrhundert brach. Auf ihr wurden früher Bahnschwellen in Steinkohleteeröl getränkt. Diese hochgiftige Substanz verseucht bis heute Grund und Boden auf der 16 Hektar großen Fläche. Da sie so groß ist und brach liegt, zudem noch eingezäunt ist, wäre gerade diese Fläche optimal, um ein Biotop für Insekten aus ihr zu machen.

Der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. möge beschließen:
Die Verwaltung möge Gespräche mit dem Besitzer der „Rüttgersfläche“  führen um für ein bienenfreundliches Gewächs zu werben und die Fläche, solange diese brach liegt, als zeitweiliges Biotop zu betrachten.
 
Begründung:
In und um Buchholz werden immer mehr Flächen versiegelt oder zumindest bienenunfreundlich umgewandelt. Gerade für die Umwelt und Natur sind aber Bienen im Speziellen, als auch andere Insekten und Kleinlebewesen wichtig. Die Fläche wird auf Jahre nicht bebaut werden und könnte in dieser Zeit mit kleinem Gewächs und Blumen so bestückt werden, dass ein zeitweiliges Biotop entsteht, dass jederzeit aber trotz Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in normale Baufläche zurückgewandelt werden könnte.
Neben dem ökologischem Mehrgewinn für die Stadt und ihren Einwohnern, würde der Eigentümer der Fläche einen Imagegewinn erzielen und das Aussehen der Fläche sich sehr zum Positiven Wandeln.

Dieser Antrag wird von uns am 3.6 den Parteien in Buchholz vorgestellt, nachdem wir bisher einen ähnlichen Antrag gestellt haben, welcher aber noch nicht bearbeitet wurde. Aus Erfahrung der Trägheit der Politik haben wir daher beschlossen, selber Initiative zu ergreifen.

Blick auf die Fläche vom Bahnhof Buchholz Parkhaus Süd

Nähere Informationen zur Rütgersfläche gibt es hier: https://www.buchholz.de/downloads/datei/MzAwMDUxMzstOy91c3IvbG9jYWwvaHR0cGQvdmh0ZG9jcy9jbXMvYnVjaGhvbHovbWVkaWVuL2Rva3VtZW50ZS8xMXJ1ZXRnZXJzX3dlcmtlLnBkZg%3D%3D/11ruetgers_werke.pdf

24.05.2019
Dritte Demo in Buchholz

Am Freitag, dem 24.05.2019, fanden erneut weltweit Demonstrationen im Namen der Umweltbewegung „FridaysForFuture“ statt – und wir waren auch wieder dabei. Um 12 Uhr haben wir uns zum dritten Mal auf dem Schützenplatz getroffen, um für bessere Klima/Umweltpolitik zu demonstrieren. Obwohl wir diesmal nur ca. 300 Personen waren (zum Vergleich: bei der ersten Demo waren wir über 600 Demonstranten), waren wir so laut und motiviert wie nie zuvor. Zudem wurde unser, vorwiegend junger Block, von vielen Eltern und Rentnern unterstützt.

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